Feuerwehrleute und Sanitäter transportieren einen Patienten neben Einsatzfahrzeugen auf einem Stadtplatz.
Rettungssanitäter versorgen am 7. November 2026 ein Schussopfer im historischen Zentrum von Krakau, Polen. Ein Bewaffneter hatte dort das Feuer eröffnet, fünf Menschen getötet und etwa ein Dutzend weitere verletzt. Laut Polizeiangaben fielen die Schüsse am Nachmittag aus einem Auto, das in das Zentrum gerast war. Die Beamten erschossen den Täter.

Ein bewaffneter Mann ist am Samstagnachmittag auf den Hauptmarkt von Krakau gefahren und hat aus seinem Auto das Feuer eröffnet. Dabei wurden im Zentrum einer der meistbesuchten Städte Mitteleuropas fünf Menschen getötet und etwa ein Dutzend weitere verletzt, wie die polnische Polizei mitteilte.

Der Angriff begann gegen 15 Uhr Ortszeit. „Ein Mann fuhr mit einem Auto auf den Krakauer Hauptmarkt und begann, wahllos auf Menschen zu schießen“, sagte ein Sprecher der Krakauer Polizei nach Angaben der Agence France-Presse.

Unter den Verletzten waren auch Polizisten. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte der polnischen Nachrichtenagentur PAP, zwei Beamte seien verletzt worden. Insgesamt seien mindestens zehn Menschen verletzt.

Die Einsatzkräfte schossen auf den Verdächtigen und nahmen ihn fest. Anschließend wurde er in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Angaben zu seinem Namen, seinem Alter oder seiner Staatsangehörigkeit machten die Behörden zunächst nicht. Auch ein Motiv nannten sie nicht. Nach Polizeiangaben wird nicht nach weiteren Angreifern gesucht.

Die Behörden forderten Menschen in der Nähe des Platzes auf, sich in Sicherheit zu bringen und Bereiche zu meiden, in denen Polizei und Rettungskräfte im Einsatz waren. Wer in Gefahr sei, solle den Notruf 112 wählen.

Ministerpräsident Donald Tusk schrieb auf X, er werde „vom Innenminister über die Lage in Krakau nach den tragischen Schüssen auf dem Laufenden gehalten“. Er fügte hinzu: „Die Polizei untersucht den Hintergrund und alle Umstände des Angriffs.“

Justizminister Waldemar Żurek erklärte, Staatsanwaltschaft, Polizei und andere Einsatzkräfte seien bereits am Tatort. Der Angreifer werde „vollständig zur Verantwortung gezogen und hart bestraft“.

Der US-Botschafter in Polen, Tom Rose, bezeichnete den Angriff als „brutal“. „Mehrere unschuldige, wertvolle Menschenleben wurden an einem Samstagnachmittag grausam ausgelöscht“, schrieb er.

Bis zum Samstagabend gab es keine unmittelbaren Hinweise darauf, dass sich unter den Opfern deutsche Staatsangehörige befinden. Das Auswärtige Amt hatte sich zunächst nicht geäußert.

Der Hauptmarkt, auf Deutsch auch Großer Ring genannt, ist das mittelalterliche Zentrum der Krakauer Altstadt, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Jährlich kommen Millionen Besucher dorthin, viele von ihnen aus Deutschland, das rund 400 Kilometer westlich liegt. Krakau ist Polens zweitgrößte Stadt und liegt etwa 250 Kilometer südlich von Warschau.

Schusswaffenangriffe sind in Polen selten. Das Land hat einige der strengsten Regeln für den Waffenbesitz in der Europäischen Union. Nach einer Reihe von Messerangriffen im Oktober galt in Polen bereits eine erhöhte Alarmbereitschaft, berichtete die AFP.

Dies ist eine laufende Entwicklung und wird aktualisiert.